Marmor aus der Versilia
Forte dei Marmi

Die "Versilia"
ist die nördliche Küstengegend der Toskana, wo sich schon immer der "natürliche Weg" des Marmors von den Bergen zum Meer befand. Von den Steinbrüchen der Apuanenalpen bei Stazzema und Seravezza, wurde der Marmor nach Pietrasanta gebracht, wo er verarbeitet wurde.
Von Forte dei Marmi wurde der grobe oder verarbeitete Marmor dann weltweit verschifft.

Marmorscheiben
Marmor und Apuanen
Die Geschichte
dieser Gegend und dieser Orte ist die Geschichte des Marmors selbst und die Geschichte von der Entwicklung der Förderungs- und Verarbeitungstechniken. Ein Marmorblock wird mit der heutigen Technologie in 3/4 Tagen ausgeschnitten, während früher für die gleiche Arbeit über einen Monat benötigte.
Auch ein Scheibendurchschnitt (drittes Foto links) wird heutzutage in 2-3 Stunden, je nach Blockgrösse, durchgeführt.
Marmorblocks
Marmorblocks
Die Arbeit:
einige der noch bis vor zirka 40 Jahren unentbehrlichen und hochgefährlichen Handwerksarbeiten existieren nicht mehr.
Die "lizzatori" z.B., waren Arbeitergruppen, welche die Marmorblöcke sozusagen mit den Händen auf eingeseiften Baumstämmen von dem Steinbruch ins Tal hinunter rollten
Durchschnitt der Blocks
Pietrasanta
Pietrasanta
war schon immer das Kunstverarbeitungszentrum des Marmors. Hier wohnte auch Michelangelo wenn er zur Auswahl seiner Marmorstücke kam, die er direkt im Steinbruch für seine Kunstwerke aussuchte.
Noch heute arbeiten viele Künstler und Kunsthandwerker in den Werkstätten von Pietrasanta, und folgen der Idee von Michelangelo: "Die Skulptur aus dem Marmorblock von Pietrasanta zu befreien".
Marmorwerke
Marmor - Künstler
Vom
Anlegesteg von Forte dei Marmi
fahren heutzutage keine voll mit Marmor befrachteten Schiffe mehr ab, doch wenn man bis zu dessen Ende läuft und sich dann zum Festland wendet, kann man den ganzen Zauber dieser Gegend wahrnehmen.
Anlegesteg von Forte dei Marmi